In diesem Artikel wird die Berechnung der Federkonstante eines Kontinuums und einer Kombination unterschiedlicher Federn besprochen.
Näherungsweise Bestimmung der Federkonstanten von Kontinua
Die hier vorgestellten Formeln sind nur eine Näherung, da das Kontinuum langsam belastet werden muss und nicht selbst zu Schwingungen neigen darf.
Definition der Translations-Federkonstante:

Definition der Drehfederkonstante:

Longitudinal belasteter Stab

Aus

folgt mit F = cx

Transversal belasteter Balken

Aus

folgt mit F = cx

Auf Torsion belasteter Stab

Aus

folgt mit Mtors = CD θ

Federsysteme
Dieser Abschnitt behandelt die Kombination von Federn und die Bestimmung der resultierenden Federkonstante.
Serienschaltung
Bei einer Serienschaltung, die auch Reihenschaltung oder kraftgleiche Schaltung genannt wird, sind die Federn aneinander befestigt:

Die beiden Federn sollen durch eine resultierende Feder ersetzt werden.
Freigeschnittenes System:

Gesamtauslenkung:

Wegen F1 = F2 = F folgt

Wir dividieren durch F:

Bei zwei gleichen Federn gilt: Cges = C/2
Die weichere Feder dominiert.
Parallelschaltung von Federn
Eine Parallelschaltung von Federn ist eine Weggleiche Schaltung, das heißt die Auslenkung der beiden Federn ist gleich.

Freigeschnittenes System:

Die Feder mit der Federkonstanten Cges soll sich genau so verhalten wie die Kombination aus den beiden ursprünglichen Federn.
Es gelten die folgenden Zusammenhänge:


Daraus folgt:

Bei zwei gleichen Federn gilt demnach Cges = 2 C. Die steifere der beiden Federn dominiert.
Dieses Verhalten ist dem Verhalten von ohmschen Widerständen entgegengesetzt. Diese werden in Reihe addiert und bei einer Parallelschaltung im Kehrwert addiert.
Zusammenhänge bestehen aber zwischen mechanischen Federn und Kondensatoren.


