Mit Hilfe des Gradientenverfahrens soll das Minimum der Funktion

bestimmt werden.
- Schreiben Sie
in der Form
, wobei
. - Um das Minimum von
zu bestimmen, kann auch ein Gleichungssystem gelöst werden. Geben Sie dieses an. - Bestimmen Sie die Konditionszahl von
bezüglich der 2-Norm. - Aus der Vorlesung kennen Sie die Abschätzung

Dabei ist
die Konditionszahl von
mit Vorkonditionierungsmatrix
. Zeigen Sie, dass diese Abschätzung hier für
und
scharf ist.
Lösung
a )

Mit
(Interessant vor allem für sehr große Eigenwerte)
b )


c )
Die Konditionszahl bezüglich der 2-Norm berechnet man mit:

d )
Aus der Vorlesung:

Die verwendete Norm ist dabei:

Zu zeigen:

Für ein instationäres Iterationsverfahren gilt allgemein:

Gradientenverfahren:
(wir wollen zum Minimum, also gehen wir immer den steilsten Weg runter)
Hier:

zu beweisen:

Aus der Vorlesung wissen wir:

Wobei



mit dem Residuum
. Daraus folgt durch Einsetzen in die bekannte Formel:


Wir wollen nun den Beweis mit vollständiger Induktion durchführen.
Induktionsannahme: 
Induktionsanfang: siehe oben
Induktionsschritt: 

Einsetzen der Induktionsannahme:

Die Schrittweite ist also für alle
gleich.




Daraus folgt:


Da
gilt, haben wir für große
eine schlechte Konvergenz! Wenn wir ungünstig starten, wird die Norm des Vektors
in jedem Schritt nur unwesentlich kleiner.


