Wir haben uns bisher mit verschiedenen Räumen (normierte Räume, Hilbert-Räume, …) beschäftigt.
Jetzt wollen wir uns mit Urbildraum und Bildraum, sowie Abbildungen vom einen in den anderen (Operatoren) befassen.
Gegeben: normierte Räume
und
über
oder
:

Eine lineare Abbildung
heißt linearer Operator.Eine stetige Abbildung
heißt stetiger Operator.
Beispiel 1: Spiegelung

Es gilt:


Beispiel 2: Integral

Beispiel 3: Laplace-Operator

Beispiel für einen nicht-linearen Operator:
(Halbierung der Dimension)
Die Menge aller linearen Operatoren von
nach
ist selbst ein linearer Raum.
Ein linearer Operator heißt beschränkt, falls
Satz
Ein linearer Operator
ist genau dann stetig, wenn er beschränkt ist.





Beispiel:
ein Hilbert-Raum,
ein nichttrivialer Unterraum (nicht der Nullraum). Es gilt:

wobei


wobei







Jede Orthogonalprojektion hat also die Norm 1.
Satz
Sei
die Menge aller linearen stetigen Operatoren.
ist ein normierter Raum über
.


Also:

Satz
ist ein Banach-Raum, sobald
vollständig ist.
Beweis
Sei
eine Cauchy-Folge in
.
Dann gilt:

Nach Definition der Norm folgt


Bei festgehaltenem
ist
eine Cauchy-Folge in
.
Da
vollständig ist, existiert für dieses festgehaltene
ein

für 
ist linear, denn


ist beschränkt, denn mit beliebigem
gilt:


Grenzübergang: 

Also ist
beschränkt und somit stetig, d.h.
.
Zu zeigen ist nun noch die Konvergenz in 
Beim Grenzübergang
in 
folgt

und daher

Vorgehensweise bei diesem Beweis
- Cauchy-Folge
- Übergang zum Bildraum
- Grenzelement im Bildraum
- Abbildung auf Grenzelement
- Linearität und Beschränktheit
- Konvergenz


