Gegeben ist die kugelsymmetrische Raumladungsverteilung

(a) Berechnen Sie die in einem kugelförmigen Volumen mit variablem Radius r eingeschlossene Ladung abhängig von den gegebenen Größen! Unterscheiden Sie dabei die Fälle
,
und
!
(b1) Berechnen Sie die dielektrische Verschiebung D(r) in Abhängigkeit
von den gegebenen Größen. Unterscheiden Sie dabei die Fälle
,
und
!
(b2) Skizzieren Sie den Verlauf der dielektrischen Verschiebung D(r).
(c) Berechnen Sie die Spannung
zwischen einem Punkt bei
und einem
Punkt bei
abhängig von den gegebenen Größen
.
Lösung:
Diese Art der Aufgabenstellung wird sehr ausführlich unter „Experimentalphysik 09.2 – Ladungsverteilung und Gauß’scher Satz“
a)
Die in einem Gebiet eingeschlossene Ladung kann über
berechnet werden. Wenn bekannt ist, wie die geometrische Symmetrie ist, kann dieser Term vereinfacht werden. In diesem Fall ist der Körper eine Kugel, was zur Folge hat, dass ein Volumenelement die Größe
hat.
Hiermit lässt sich obige Formel vereinfachen zu: 
Bereich
:
Mit der Raumladungsverteilung
ergibt sich:

Zu beachten ist, dass „r“ die obere Integralgrenze „r’“ hingegen die Laufvariable von 0 bis r ist.
Wir lösen das Integral auf:
![Rendered by QuickLaTeX.com Q_{eing} \left( r \right) = 4\pi \rho _0 \int\limits_0^r {\left( {\frac{{r ^{\prime 3} }} {{R_1 }}-\frac{3} {2}r ^{\prime 2} } \right)} dr ^{\prime}= 4\pi \rho _0 \left[ {\frac{{r ^{\prime 4} }} {{4R_1 }}-\frac{{r ^{\prime 3} }} {2}} \right]_0^r](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-717ff2ac8e44c4b7151834cfbf813674_l3.png)


Bereich
:
Mit der Raumladungsverteilung
ergibt sich:

Hierbei ist wichtig, dass im Intervall
noch die erste und erst ab
die zweite Ladungsverteilung gilt.
Wir lösen das Integral auf:

![Rendered by QuickLaTeX.com = 4\pi \rho _0 \left( {\frac{{R_1^4 }} {{4R_1 }}-\frac{{R_1^3 }} {2}} \right)-\frac{{4\pi \rho _0 }} {{R_1 }}\left[ {\frac{{r ^{\prime 4} }} {4}} \right]_{R_1 }^r](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-44941ca091403b53a6e659448080e680_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com Q_{eing} \left( r \right) = \pi \rho _0 \left( {R_1^3 -2R_1^3 } \right)-\left[ {\frac{{4\pi \rho _0 }} {{R_1 }}\left( {\frac{{r^4 -R_1^4 }} {4}} \right)} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-6844906b9d1d3a10f34103bbb75fdc20_l3.png)

Bereich
:
Mit der Raumladungsverteilung
ergibt sich:

Wir lösen das Integral auf:
![Rendered by QuickLaTeX.com Q_{eing} \left( r \right) = 4\pi \rho _0 \int\limits_0^r {\left( {\frac{{r ^{\prime 3} }} {{R_1 }}-\frac{3} {2}r ^{\prime 2} } \right)} dr ^{\prime}= 4\pi \rho _0 \left[ {\frac{{r ^{\prime 4} }} {{4R_1 }}-\frac{{r ^{\prime 3} }} {2}} \right]_0^r = 4\pi \rho _0 \left( {\frac{{r^4 }} {{4R_1 }}-\frac{{r^3 }} {2}} \right)](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-53a42e7d6482de2b4ba0d97b64e19b22_l3.png)

Bereich
:
Mit der Raumladungsverteilung
ergibt sich:

Hierbei ist wichtig, dass im Intervall
noch die erste und erst ab
die zweite Ladungsverteilung gilt.
Wir lösen das Integral auf:
![Rendered by QuickLaTeX.com Q_{eing} \left( r \right) = \int\limits_0^{R_1 } {\rho _0 \left( {\frac{{r ^{\prime}}} {{R_1 }}-\frac{3} {2}} \right)4\pi r ^{\prime 2} \cdot dr ^{\prime}} +\int\limits_{R_1 }^r {\left( {-\rho _0 \frac{{r ^{\prime}}} {{R_1 }}} \right)4\pi r ^{\prime 2} \cdot dr ^{\prime}} = 4\pi \rho _0 \left( {\frac{{R_1^4 }} {{4R_1 }}-\frac{{R_1^3 }} {2}} \right)-\frac{{4\pi \rho _0 }} {{R_1 }}\left[ {\frac{{r ^{\prime 4} }} {4}} \right]_{R_1 }^r](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-ca0c2036c0f5ca2a0da287775c98b7b5_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com Q_{eing} \left( r \right) = \pi \rho _0 \left( {R_1^3 -2R_1^3 } \right)-\left[ {\frac{{4\pi \rho _0 }} {{R_1 }}\left( {\frac{{r^4 -R_1^4 }} {4}} \right)} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-6844906b9d1d3a10f34103bbb75fdc20_l3.png)

Bereich
:
Mit der Raumladungsverteilung
ergibt sich:

Wir lösen das Integral auf:

b)
Die Dielektrische Verschiebung D(r)ist definiert als die eingeschlossene Ladung geteilt durch die betrachtete Oberfläche. In diesem Fall ist dies die Kugeloberfläche: 
Für die drei verschiedenen Bereiche ergibt sich:

Der dazugehörige Verlauf ist:
c)
mit
ergibt sich:
![Rendered by QuickLaTeX.com U_{R_1 R_2 } = \int\limits_{R_1 }^{R_2 } E (r ^{\prime})dr ^{\prime}= \int\limits_{R_1 }^{R_2 }-\frac{{\rho _0 r^2 }} {{4\varepsilon _0 \varepsilon _r R_1 }}dr = \left[ {-\frac{{\rho _0 r^3 }} {{12R_1 \varepsilon _0 \varepsilon _r }}} \right]_{R_1 }^{R_2 }](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-350ede027deb857c948df2a4635e9640_l3.png)


