Eine Kugel (Radius
, Masse
), die an deiner Feder (Federkonstante
) hängt, ist vollständig in eine Flüssigkeit der Viskosität
eingetaucht. Die Kugel wird in vertikale Schwingung versetzt (z-Richtung). Bei der Bewegung der Kugel in der Flüssigkeit tritt eine Reibungskraft der Form
auf.
- Berechnen Sie den Verlauf der Schwingungsamplitude als Funktion der Zeit
- Nach welcher Zeit ist die Amplitude auf den
-fachen Wert der Anfangsamplitude
abgesunken? - Wie ändert sich für ein gedämpftes Federpendel die Energie als Funktion der Zeit?
- Bestimmen Sie aus dem Experiment (Frage b) die Viskosität
der Flüssigkeit. Benutzen Sie das Stokes’ Gesetz: 
Lösung
a )
Als Ansatz verwenden wir hier das 2. Newton’sche Axiom:

In diesem Fall setzt sich die Kraft
zusammen aus der Gewichtskraft der Kugel, der Auftriebskraft durch die Flüssigkeit sowie der Federkraft und der Reibungskraft:

Bewegt sich die Kugel nun aus der Ruhelage in Richtung z, so gilt:

Für die einzelnen Kräfte gelten die Beziehungen:




Zur Vereinfachung nehmen wir an, dass die Dichte der Kugel genau so groß ist, wie die Dichte der Flüssigkeit, ansonsten würde die Kugel in der Flüssigkeit nach unten sinken oder auftauchen:

Damit vereinfacht sich die Gleichung:




Nun haben wir also eine Differentialgleichung. Die Lösung erhalten wir über folgenden (komplexen) Ansatz:



Durch Einsetzen folgt:




Diese Gleichung können wir mit Hilfe der “p-q-Formel” lösen:



Einsetzen in den Ansatz:



Nun vereinfachen wir den Ausdruck noch ein wenig mit Hilfe der Eulerschen Formel:


Die Allgemeine Lösung erhalten wir über die Summe der beiden Partikulärlösungen:

Daraus ergibt sich für z nun:

Setzen wir nun noch als Anfangsbedingung
bei
, so bekommen wir:

Die 2 vor dem cos wurde hier gleich mit in das
integriert. Jetzt kann man durch Ersetzen des Exponenten auch diesen noch ein wenig zusammenfassen:


b )
Die Amplitude der Funktion wird bestimmt durch den Term:


Es muss daher für
von
gelten:






c )
Für die Energie einer Feder gilt folgende Formel:

In unserem Fall also:



d )
Das Gesetz von Stokes beschreibt die Abhängigkeit der Reibungskraft kugelförmiger Körper von ihrem Radius, der Viskosität des Flüssigkeit, in der sich das Objekt befindet, und der Geschwindigkeit des Objektes.
bezeichnet also ebenso wie
die Reibungskraft der Kugel in der Flüssigkeit. Daher setzen wir diese beiden Kräfte nun gleich:



Mit Hilfe der Lösung aus Aufgabe b) lässt sich nun auch das k ersetzen:






