Eine negativ geladene Masse ist mit einer Feder (Federkonstante
) zwischen zwei Kondensatorplatten aufgehängt (siehe Skizze). An die Kondensatorplatten kann eine Wechselspannung angelegt werden, wodurch die Masse im Takt der Wechselspannung abwechselnd mit der Kraft
nach oben und nach unten gezogen wird. Sie erhalten die Bewegungsgleichung einer erzwungenen Schwingung (mit Dämpfung) der Form:


Nach einer Einschwingzeit oszilliert die Masse mit der gleichen Frequenz, wie die äußere Kraft, es besteht jedoch eine Phasenverschiebung
zwischen
und
.
- Verwenden Sie den Ansatz
und berechnen Sie die Phasenverschiebung. - Berechnen Sie die Amplitude
.
Lösung
a )
Für die Bestimmung der Phasenverschiebung müssen wir den Ansatz in die Differentialgleichung einsetzen. Dafür müssen wir die Ableitungen des Ansatzes bestimmen:



Damit folgt:



Um uns die Folgende Rechnung zu erleichtern machen wir uns folgenden Zusammenhang klar. Und zwar können wir die Funktion anstatt zu einem Zeitpunkt
mit der Phasenverschiebung
auch zu einem anderen Zeitpunkt
betrachten, zu dem diese Phasenverschiebung schon stattgefunden hat (Also eine einfache Umbenennung der Variablen):


Eingesetzt folgt nun:

Zum Weiterrechnen nutzen wir nun eine der folgenden Umformungen:


Heißt für unsere Gleichung also:





Im nächsten Schritt führen wir einen Koeffizientenvergleich durch, aus dem folgt:



Da uns
nicht bekannt ist, fügen wir die beiden Gleichungen zusammen, indem wir II durch I teilen:


b )
Wir wollen nun die Amplitude der Funktion berechnen. Diese ist allerdings nicht von der Phasenverschiebung abhängig, weshalb wir
am Besten aus der Gleichung eliminieren sollten. Dabei hilft uns folgende Gleichung weiter:

Formen wir also die Gleichungen I und II um:









