Eine Gewehrkugel der Masse
trifft von unten zentral auf einen Holzklotz der Masse
. Die Kugel bleibt im Holz stecken. Wie hoch wird der Holzklotz geschleudert, wenn die Geschwindigkeit der Kugel beim Aufprall
betrug?
Lösung
Wir nutzen hier zunächst den Impulserhaltungssatz um die Geschwindigkeit der Holzblock-Kugel-Kombination zu ermitteln:


Nun stellen wir die Differentialgleichung der Bewegung der Holzblock-Kugel-Kombination auf:

Wir integrieren zwei Mal um die Funktion
zu erhalten:


Mit Hilfe der Rahmenbedingungen ermitteln wir die Konstanten:



Es soll die maximale Höhe bestimmt werden, also das Maximum der Funktion. Als notwendige Bedingung setzen wir die erste Ableitung gleich null:

Als hinreichende Bedingung setzen wir in die zweite Ableitung ein:

Um den Funktionswert des Maximums zu erhalten, setzen wir in die Funktion
ein:

Zuletzt setzen wir noch das mit dem Impulserhaltungssatz erhaltene Ergebnis für
ein und berechnen das Ergebnis:



Ein anderer möglicher Ansatz ist, die kinetische Energie der Holzklotz-Kugel-Kombination mit der potentiellen Energie gleichzusetzen und daraus die Höhe zu ermitteln:








Kann ich den Rechenweg auch für eines unelastischen Stoß zwischen einem Bahn-Radsatz und einem metallischen und festen Anschlag anwenden? Mein Problem ist, dass ich für die Konstruktion keine Geschwindigkeit annehmen kann und auch kein sinnvolles Gewicht.
Wie komme ich von der kinetischen Energie des rollenden Radsatzes zu einer Bremsbelastung durch den Bremsstoß? Diese Belastung muss vom System aufgenommen werden können.
Danke
Ohne die Geschwindigkeit zu kennen, kann man doch auch die kinetische Energie des Radsatzes gar nicht bestimmen.
Ansonsten: Ja, der beschriebene Rechenweg kann für jede Art von unelastischem Stoß benutzt werden.
Hier wurden meiner Ansicht nach die Annahmen eines elastischen Stosses (Erhaltung der kinetischen Energie) getroffen.
Bei einem unelastischen Stoss müsste man noch der Tatsache Rechnung tragen, dass Teile der kinetischen Energie nach dem Stoss in Verformungsenergie, Erwärmung an den Stosspunkten, akustische Energie (Knall bei Ausprall) vorliegen.
Grüße,
Manfred
Die durch die getroffenen Annahmen entstehenden Abweichungen sind sicherlich nicht besonders groß. Da man die Geschwindigkeit der Gewehrkugel auch nicht beliebig genau bestimmen kann, spielen die angesprochenen Einflüsse hier wohl keine große Rolle.
Hey,
ich habe eine ähnliche Aufgabe, mit der ich nicht weiterkomme, kannst du mir sagen, ob ich die durch Umstellen deiner Rechnung auch so rechnen kann?
Mit einem Luftgewehr schießt man auf bifilar aufgehängtes Brett von 109g(Länge der Aufhängefäden je 238cm). Die Auslenkung durch den Stoß beträgt 28cm. berechne die Geschwindigkeit des Geschosses von 0.55g Masse.
Vielleicht kannst du mir ja helfen, MfG Nils
Ja, das kannst du auch damit berechnen. Hier noch eine andere Aufgabe, die dir weiterhelfen könnte:
http://me-lrt.de/83-pendel-stost-gegen-feder