Ein mit Sauerstoff gefüllter Behälter (
) hat bei Raumtemperatur (
) einen Druck von
.
- Berechnen Sie den Druck
, wenn die Temperatur auf
erhöht wird. - Berechnen Sie die Masse eines O2 Moleküls.
- Welche Energie muss dem Gas für die Temperaturerhöhung von 20°C auf 100°C zugeführt werden?
- Der Behälter wird geöffnet. Im Behälter stellt sich der Druck auf den Umgebungsdruck (
) ein. Wie groß ist nun die im Behälter verbleibende Gasmasse?
Lösung
a )
Wir betrachten Sauerstoff als ideales Gas und benutzen wieder die Gleichung:

Wir stellen nach den gleichbleibenden Größen um:

Nun setzen wir den linken Teil der Gleichung mit den veränderten Bedingungen gleich. Dies ist möglich, da sich auf der linken Seite der Gleichung nur Konstanten befinden, die sich durch die Erwärmung nicht verändern.


Einsetzen der Werte in die Gleichung:

b )
Die molare Masse eines Sauerstoffmoleküls beträgt
. Diese setzt sich aus der Masse zweier Sauerstoffatome zusammen. Ein Sauerstoffatom besteht dabei aus 8 Protonen und in seinem häufigsten Isotop aus 8 Neutronen. Dies ergibt in der Summe eine Massenzahl von
pro Atom.
Nun setzen wir für
die Definition ein und erhalten:


c )
Die thermische Energie wird mit der folgenden Formel berechnet:

Für die Energiedifferenz ergibt sich:

Die Freiheitsgrade teilen sich auf in Freiheitsgrade der Translation, Rotation und Schwingung. Für jedes Gas gibt es genau drei Freiheitsgrade der Translation. Einatomige Gase haben keine Rotationsfreiheitsgrade, bei mehratomigen Gasen können es auch bis zu drei werden. Bei niedrigen Temperaturen spielen die Freiheitsgrade der Schwingung keine Rolle. Bei hohen Temperaturen können es auch bis zu drei werden. Das zweiatomige Molekül des Sauerstoff besitzt zwei Freiheitsgrade der Rotation, da die Rotation um die Kernverbindungsachse nur eine vernachlässigbar kleine Rotationsenergie aufnehmen kann.
Wir benötigen noch die Stoffmenge an Sauerstoffmolekülen, die bei der Temperaturerhöhung vorhanden sind, dazu wählen wir den Ansatz:

Nach
umgestellt:

Hierbei ist zu beachten, dass das kleine
die Stoffmenge in
angibt, das große
aber die Anzahl der Teilchen:

Es gilt also:

eingesetzt:

Werte einsetzen:

d )
Wir nutzen wieder die thermische Zustandsgleichung idealer Gase:

Es ist nach der Gasmasse m gefragt. Wir ersetzen daher wieder
durch
:




