Gegeben ist die skizzierte Anordnung von zwei Punktladungen
und
.

- Wie groß ist das Potential
im Punkt
? - Geben Sie den Feldstärkevektor
im Punkt
an. - Berechnen Sie das Potential
im Punkt 
- Berechnen Sie den Feldstärkevektor
im Punkt 
- Welche Näherung erhalten Sie für das Potential
in großer Entfernung? (
)?
Lösung
a )
Für die Berechnung des Potentials berechnen wir das Potential jeder Ladung mit:

Da sie sich ungestört überlagern, berechnen wir die Summe aus den beiden Potentialen:

Den Abstand der Ladung zum gegebenen Punkt
berechnen wir aus dem Pythagoras, somit ergibt sich:


Nun berechnen wir die Summe beider Potentiale:



b )
Die Formel für den Feldstärkevektor am Punkt
ist:



Die beiden Vektoren werden vektoriell addiert:


c )
Wir beginnen mit der Formel aus Teilaufgabe a)





d )







e )
Laut Aufgabenstellung gilt:

Wir wollen nun die Potentiale
und
berechnen. Die Formel hierfür ist:

Es müssen also zuerst die Abstände
und
berechnet werden. Dies geschieht mit dem Satz von Pythagoras.
Zunächst für
:


Wir definieren nun zwei neue Variable:

eingesetzt:

Nun ziehen wir noch ein
aus der Wurzel:

Das Potential
wird berechnet mit:





Wir wissen, dass
. Es gilt daher

und wir können mit einer Taylorreihenentwicklung annähren. Wir betrachten den hinteren Faktor, wobei wir annehmen, dass
und
konstant sind und
gegen 0 geht. Daher müssen wir bei den Ableitungen jeweils nach
ableiten:

Wir entwickeln bis zum 2. Entwicklungsschritt:



Die Summanden werden immer kleiner, das Restglied geht gegen 0, wir können die Entwicklung an dieser Stelle abbrechen.
Nun setzen wir das Ergebnis der Taylorreihenentwicklung in die Formel für das Potential ein:


einsetzen:




Um das resultierende Potential zu erhalten, summieren wir die beiden Teilpotentiale:


Einsetzen der Werte für
:




