Im Artikel über die Randbedingungen haben wir die Funktion für die Auslenkung der Saite auf die folgende Form gebracht:

Es müssen die Konstanten A* und B* berechnet werden.
Erste Ableitung nach der Zeit:

Anfangsauslenkung:

Anfangsgeschwindigkeit:

Das bedeutet, die Anfangsauslenkung und die Anfangsgeschwindigkeit müssen nach den Eigenfunktionen entwickelt werden. Aus den Orthogonalitätsbeziehungen folgen die Konstanten


Wir müssen nun nur noch die unbekannten Funktionen in diesen Ausdrücken berechnen.
Gemäß

gilt für die beidseitig festgehaltene Saite die Eigenfunktion

Unter Berücksichtigung der Orthogonalitätsbedingung gilt weiterhin:

Nun betrachten wir die Anfangsauslenkung
Die Auslenkungsfunktion ist stückweise linear, denn sie steigt in der ersten Hälfte bis zur maximalen Auslenkung und fällt danach wieder bis zum Nullpunkt ab. Die Funktion lautet (stückweise definiert):

Da die Saite festgehalten wird und sich nicht bewegt, gilt für die Anfangsgeschwindigkeit:

Wir setzen nun in die Gleichungen für die Berechnung der Konstanten ein:


Die Berechnung des Integrals soll hier nicht weiter vertieft werden, das Ergebnis ist:



