
Gegeben:
a, Dehnsteifigkeit der Stäbe EA, Schubsteifigkeit der Bleche Gt, F
Gesucht:
a) Normalkraftverläufe in den Stäben
b) Schubflüsse in den Blechen
c) Verschiebung des Verbindungsknotens der beiden Bleche auf der Symmetrielinie
Lösung
Vorüberlegungen
Statische Unbestimmtheit:
U = Stäbe + Bleche + Lagerreaktionen – 2 · Knoten
U = 8 + 2 + 4 – 2 · 7 = 0
äußere statische Unbestimmtheit:
UA = Lagerreaktionen – GGB
UA = = 4 – 3 = 1
Es handelt sich hier um ein symmetrisches System unter symmetrischer Belastung. Das bedeutet, dass die antimetrischen Größen u (Dehnung) und Q (Querkraft) auf der Symmetrieachse = 0 sind
Ersatzsystem:
(rechtes System)

a)
Normalkraftverläufe
Um den Normalkraftverlauf zu bestimmen, berechnen wir die Stabkräfte sowie den Schubfluss in den einzelnen Stäben.
Dabei gilt:

Zudem ist der Schubfluss in einem Recheckprofil konstant!
Knoten 4:




Knoten 3:





Stab 3 – 4:


Stab 4 – 1:


Stab 3 – 2:


Knoten 1:




Stab 1 – 2:


Damit folgt nun der Normalkraftverlauf:

b)
Schubflüsse
Bereits bei a) berechnet:

c)
Verschiebung des Verbindungsknotens
Hier wenden wir die Methode der Fremdarbeit an (auch bekannt als Kraftgrößenverfahren). D.h. wir führen eine „1“-Belastung ein
Damit erhalten wir folgendes Ersatzsystem:
(hier ist die Kraft nur ½, da die „1“-Belastung auf die beiden Teilsysteme aufgeteilt wird)
Knoten 4:

Wie bei a) gilt auch hier, dass die Stabkräfte an einem freien Knoten verschwinden:

Knoten 3:

Hier gilt das gleiche wie bei Knoten 2:

Stab 3 – 4:


Knoten 1:

Hier müssen wir lediglich noch die fehlende Stabkraft S12 berechnen, die wir über das vertikale Gleichgewicht bekommen:


Damit folgt für den Verlauf im „1“-System:

Für die Verschiebung gilt nun (ausgehend von der Formel für die Verschiebungseinflusszahlen):



Das Integral wird mit hilfe der Koppeltafel berechnet. Der Term in der Klammer muss mit 2 Multipliziert werden, da wir nun das linke System auch wieder mit einbeziehen müssen.



