Ordnungspermutation und Ordnungsstatistik
Sei
eine einfache reellwertige (d.h.
) Stichprobe vom Umfang n.
Bsp.: n = 6:

sei die Menge aller Permutationen von
, also aller „Vertauschungen“ der Reihenfolge der Zufallsvariablen.
Es existiert eine
-wertige Zufallsgröße o (auf dem zugrunde liegenden W-Raum) derart, dass stets gilt:

Diese Zufallsgröße o nennt man Ordnungspermutation.
Setze für
(die i-te Ordnungsgröße) und
.
Der Zufallsvektor
heißt (aufsteigende) Ordnungsstatistik zur Stichprobe
.
Im Bsp.:

(
gibt also an, an welcher Position sich ein bestimmtes Element vor dem Einsortieren befand.)
Rangpermutation
Sei immer noch
eine einfache reellwertige stetig verteilte Stichprobe vom Umfang n und sei o die (f.s.) eindeutig bestimmte Ordnungspermutation.
Für
sei
: aufsteigender Rang von
.
(Also der Betrag der Menge (die Anzahl) aller
die kleiner oder gleich
sind)
ist (f.s.) eine
-wertige Zufallsgröße und heißt Rangpermutation.
Im Bsp.:

Es gilt:
(f.s.)
Denn:

Bsp.: 
Zudem gilt: R und o sind gleichverteilt auf
, d.h. für alle
ist 
Deshalb nennt man R und o (rein) zufällige Permutationen.
Ein weiteres Bespiel:
n = 10
Realisierung: 
Ordnungsstatistik: 
Ordnungspermutation: 

Stichprobenquantile
Sei weiterhin
eine einfache reellwertige Stichprobe vom Umfang n.
Sei
die zugehörige empirische Verteilungsfunktion und sei
.
Eine Stichprobenfunktion
heißt ein α-Quantil der Stichprobe
, falls
P-fast sicher.
Im Folgenden sei
fest vorgegeben.
Es gelten:
1.
ist ein α-Quantil der Stichprobe 
Die eckigen Klammern entsprechen in diesem Fall den so genannten Gaußklammern:
= Abrundung auf die nächste ganze Zahl.
2. Für jedes α-Stichprobenquantil
gilt: 
3. Ist
, so ist
das f.s. eindeutig bestimmte α-Stichprobenquantil.
4. Ist
so ist jede Stichprobenfunktion
mit
f.s. ein α-Stichprobenquantil.
Speziell für
gilt:
-
Ist n ungerade, so ist
der f.s. eindeutig bestimmte Stichprobenmedian, nämlich das mittlere Element der geordneten Stichprobe
.
-
Ist n gerade, so ist jede zwischen
und
gelegene Stichprobenfunktion ein Stichprobenmedian. Häufig wird dann das arithmetische Mittel dieser Größen, also
als Stichprobenmedian verwendet.
Im Bsp:

Stichprobenquantile:







