3.4.1 Funktionsweise
Ein Bolometer misst die Energie
oder die Leistung
von ankommender Strahlung durch Erwärmung. Wir erinnern uns an das letzte Kapitel:
Genauigkeit, die man auf Grund von statistischen Prozessen erreichen kann:

Die Ionisierungsenergie von Silizium beträgt etwa 3eV. Dies entspricht der dreifachen Gap-Energie. Für die Anregung von Phononen (Gitterschwingungen, also Erwärmung) braucht man hingegen nur ein Tausendstel dieser Energie, also im Bereich Mikroelektronenvolt.



Die Genauigkeit ist hier also um den Faktor 30 größer als beim Silizium-Halbleiterdetektor.
Definition von
: Energie der Strahlung, die integral den Detektor der Masse M getroffen hat:

Bei Kühlung mit der Kühlleistung
und
erhält man direkt die Strahlleistung:

3.4.2 Vorteile des Bolometers
Der Vorteil des Bolometers ist, dass man sehr genau die Strahlleistung bestimmen kann, auch von schwacher Strahlung (z.B. Infrarotsensor). Mit einem großen Detektor mit hoher Masse können aber auch sehr große Leistungen gemessen werden, z.B. von Hochleistungslasern bis 10 kW Lichtleistung. Man hat also eine große Bandbreite.

Bolometer können auch als Wärmebildkamera verwendet werden, siehe Fluke Thermometer. Es sind alle Teilchen nachweisbar, die mit dem Bolometer wechselwirken.
Der Nachweis einzelner Teilchen ist mit Kryo-Detektor (Phasenübergangsthermometer) möglich. Hier sind
und
sehr klein
klein
groß.

Messungenauigkeit: 



