Zwei Behälter mit gleichem Volumen
sind miteinander verbunden (siehe Abbildung). Zum Zeitpunkt
ist der Hahn zwischen Behälter I und II geschlossen und wird zum Zeitpunkt
geöffnet. Behälter I ist mit
gefüllt, Behälter II mit
. Der Verbindungskanal hat die Länge
und den Querschnitt
. Die Temperatur beider Behälter ist konstant
und beide Behälter haben den gleichen Druck
.

Annahmen:
- Für die Diffusion darf die Konzentration des Gasgemisches längs des Weges als konstant angenommen werden.
- Der Konzentrationsgradient stellt sich unmittelbar nach dem Öffnen des Hahns ein.
- Die Gase können als ideal betrachtet werden.
Aufgaben:
- Skizzieren Sie den Verlauf des Partialdrucks
über dem Verbindungskanal zum Zeitpunkt
und zum Zeitpunkt
. - Welcher
-Massenstrom und welcher
-Massenstrom stellt sich zum Zeitpunkt
ein? - Im Behälter I ist der Partialdruck
auf
abgesunken. Zeichnen Sie erneut den Partialdruck
über dem Verbindungskanal. - Wie hoch sind die Partialdrücke von
und
im Behälter II? - Wie hoch ist nun der Massenstrom von
in den Behälter II? - Wie sieht der zeitliche Verlauf des Partialdrucks
im Behälter I aus? - Wie lange dauert es, bis der Partialdruck
im Behälter I auf
gesunken ist?
Gegeben:
Volumen der Behälter: 
Länge des Verbindungskanals: 
Querschnitt des Verbindungskanals: 
Druck in den Behältern: 
Temperatur in den Behältern: 
Diffusionskoeffizient
: 
Molmasse
: 
Molmasse
: 
Lösung
a) Verlauf des Partialdrucks zu Beginn

b) Massenströme
Für den Massenstrom gilt allgemein:

Für die Diffusionskoeffizienten gilt in unserem Fall:

Für den
-Massenstrom gilt somit:




Für den
-Massenstrom gilt:

Einheitenbetrachtung:
![Rendered by QuickLaTeX.com \dot M = \left[ {\underbrace {\frac{{{{\text{m}}^2}}}{{\text{s}}}}_D\underbrace {{{\text{m}}^2}}_A\underbrace {\frac{{\text{g}}}{{{\text{mol}}}}}_{\hat M}\underbrace {\frac{{{\text{mol}}\;{\text{K}}}}{{\text{J}}}}_{1/R}\underbrace {\frac{1}{{\text{K}}}}_{1/T}\underbrace {\frac{{{\text{Pa}}}}{{\text{m}}}}_{p/L}} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-3986305880ea5676655de16b996353f1_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad \dot M = \left[ {\frac{{{{\text{m}}^2}}}{{\text{s}}}{\text{m}}\;{\text{g}}\underbrace {\frac{{{{\text{s}}^2}}}{{{\text{kg}}\;{{\text{m}}^2}}}}_{1/{\text{J}}}\underbrace {\frac{{{\text{kg}}}}{{{\text{m}}\;{{\text{s}}^2}}}}_{{\text{Pa}}}} \right] = \left[ {\frac{{\text{g}}}{{\;{\text{s}}}}} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-5e5fb479e71ab295231089d90253f824_l3.png)
c) Verlauf des Partialdrucks

d) Partialdrücke im Behälter II
Für den Partialdruck von
und
im Behälter II gilt:

Möglichkeit 1
Ideales Gasgesetz:





Möglichkeit 2





Anfangsbedingungen:



Durch Einsetzen folgt:

e) Neuer Massenstrom

f) Zeitlicher Verlauf des Partialdrucks im Behälter I







Durch Einsetzen folgt:



![Rendered by QuickLaTeX.com \left[ {\int {\frac{1}{{p-2x}}dx} = -\frac{1}{2}\ln \left( {p-2x} \right)+c} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-9abe543a8b0a026a1425f04531eff965_l3.png)



Zum Zeitpunkt
gilt die Anfangsbedingung:

Durch Einsetzen folgt:


Daraus folgt als Lösung für den zeitlichen Verlauf von
:


g) Dauer des Absinkens auf 0,8 bar





