An einem heißen Sommertag fällt ein Regentropfen mit dem Durchmesser
aus einer Höhe
Richtung Erde. Während des Fluges verdunstet der Tropfen und wird immer kleiner.

Annahmen:
- Der Regentropfen kann als starre Kugel behandelt werden.
- Die Temperatur des Regentropfens und die Temperatur der Umgebung bleiben konstant.
- Der Stoffübergangswiderstand liegt vollständig auf der Gasseite.
Aufgaben:
- Berechnen Sie den Diffusionskoeffizienten von Wasser in Luft.
- Bestimmen Sie den Stoffübergangskoeffizienten
in Abhängigkeit vom Tropfendurchmesser. - Wie sieht der Wasserkonzentrationsverlauf vom Tropfen bis in die Umgebung aus?
- Leiten Sie eine Funktion für die zeitliche Abnahme des Tropfendurchmessers her.
- Wie lange dauert es, bis ein Tropfen mit dem Durchmesser
verdunstet ist?
Gegeben:
Tropfendurchmesser: 
Diffusionskoeffizient
: 
Kinematische Viskosität: 
Temperatur Tropfen: 
Temperatur Umgebung: 
Fallgeschwindigkeit Tropfen: 
Relative Luftfeuchte: 
Koeffizienten der Antoine-Gleichung für Wasser:

Dichte Wasser: 
Molmasse Wasser: 
Diffusionskoeffizient für Wasser/Luft-Gemische: 
Relative Luftfeuchte: 
Sherwood-Zahl: 
Antoine-Gleichung:
und ![Rendered by QuickLaTeX.com T = \left[ {^\circ {\text{C}}} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-085f5ce4f34a217a087866b72a965cde_l3.png)
Lösung
a) Diffusionskoeffizient
Wir müssen zunächst die mittlere Temperatur bestimmen:

Damit berechnen wir nun den Diffusionskoeffizienten:


b) Stoffübergangskoeffizient
Hier benötigen wir die Sherwood-Zahl:

Dabei ist
die Schmidt-Zahl:

Damit folgt:

c) Wasserkonzentrationsverlauf

d) Funktion für die zeitliche Abnahme des Tropfendurchmessers
Für die zeitliche Änderung der Masse gilt:

Für den konvektiven Stoffübergang gilt:


Für die Masse des Wassertropfens gilt:


Nun müssen wir alles einsetzen:








Zur Bestimmung der Konstante benötigen wir die Anfangsbedingung:

e) Dauer der Verdunstung
Für die Dichte gilt:

Für die Dicke des Tropfens soll gelten:


Für die den Druck gilt:

Mithilfe der Antoine-Gleichung folgt:

![Rendered by QuickLaTeX.com \left[ {1\;{\text{mmHg}} \overset{\wedge}{=}{\text{133}}{\text{,32}}\;{\text{Pa}}} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-f6fb355100b309f451aa6fde1270b6c4_l3.png)
Der Partialdruck vom Wasser im Unendlichen lässt sich mithilfe der relativen Luftfeuchte bestimmen:


Durch Einsetzen folgt:






