Der Druck p0 = 1,013bar und die Temperatur T0 = 283K sind für eine Luftatmosphäre (spezifische Gaskonstante R = 287m²/(s²K)), in der Höhe z = 0 bekannt.
a) Gemäß der Annahme, dass sich der Zustand des Gases in der Atmosphäre isotherm ändert, sollen der Druck und die Dichte der Atmosphäre in Abhängigkeit von der Höhe z berechnet werden.
b) Gemäß der Annahme, dass sich der Zustand des Gases in der Atmosphäre polytrop ändert, sollen der Druck und die Dichte der Atmosphäre in Abhängigkeit von der Höhe z berechnet werden. Zur Berechnung ist dazu zusätzlich der Temperaturgradient dT/dz = -0,007K/m bekannt.
Lösung
Zunächst benötigen wir, den Zusammenhang zwischen Druck und Höhe, den wir nun anhand eines differentiellen Luftelementes herleiten werden:

Es gilt:





Dies ist die Grundgleichung der Aerostatik.
Durch Integration folgt daraus:

a)
In einer isothermen Atmosphäre (T = T0 = const.) unter Annahme eines idealen Gases gilt:

Eingesetzt in die oben hergeleitete Gleichung erhalten wir:


![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad z = -\underbrace {\frac{{RT_0 }} {g}}_{H_0 } \cdot \left[ {\ln p} \right]_{P_0 }^{P\left( z \right)}](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-8c1b5e4c4fddf96819c9e13d7b5b1aec_l3.png)

Da wir den Druck bzw. die Dichte in Abhängigkeit der Höhe berechnen wollen, stellen wir die Formel nach der Höhe um:


Für die Dichte Folgt somit:


b)
oder auch 
Hierbei ist n der sog. Polytropenexponent. In einer isothermen Atmosphäre ist er = 1 und in einer isentropen Atmosphäre dem Isentropenexponenten κ.
Nun formen wir um, setzen anschließend wieder in die hergeleitete Formel ein und lösen diese nach p auf:



![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad z = -\frac{1} {g} \cdot \frac{{p_0 ^{\frac{1} {n}} }} {{\rho _0 }} \cdot \left[ {\frac{1} {{^{1-\frac{1} {n}} }}p^{1-\frac{1} {n}} } \right]_{P_0 }^{P\left( z \right)} = -\frac{1} {g} \cdot \frac{{p_0 ^{\frac{1} {n}} }} {{\rho _0 }} \cdot \left[ {\frac{n} {{n-1}}p^{\frac{{n-1}} {n}} } \right]_{P_0 }^{P\left( z \right)}](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-a045e424db7da08bf9d46ed8142c7ae6_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad z = -\frac{1} {g} \cdot \frac{{p_0 ^{1-1+\frac{1} {n}} }} {{\rho _0 }} \cdot \left[ {\frac{n} {{n-1}}p\left( z \right)^{\frac{{n-1}} {n}} -\frac{n} {{n-1}}p_0 ^{\frac{{n-1}} {n}} } \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-f692215397eb3ea535e3eb67af90e449_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad z = -\underbrace {\frac{{p_0 }} {{g \cdot \rho _0 }}}_{H_0 } \cdot p_0 ^{-1+\frac{1} {n}} \cdot \frac{n} {{n-1}} \cdot \left[ {p\left( z \right)^{\frac{{n-1}} {n}} -p_0 ^{\frac{{n-1}} {n}} } \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-882f01147b26c698cab83fb9f14497d9_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad \frac{z} {{H_0 }} \cdot \frac{{n-1}} {n} = -p_0 ^{\frac{{1-n}} {n}} \cdot \left[ {p\left( z \right)^{\frac{{n-1}} {n}} -p_0 ^{\frac{{n-1}} {n}} } \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-bd261c332cab13f6672542880dac6cd1_l3.png)




Mithilfe des Polytropenansatz können wir nun auch die Formel für die Dichte und die Temperatur explizit angeben:



Was nun noch fehlt ist der Polytropenexponent n. Diesen können wir mit Hilfe des gegebenen Temperaturgradienten berechnen:

Nun leiten wir nach z ab:





Denn:


——



