Wir betrachten keine komplizierten Stoßvorgänge, bei denen Körper mit komplexen Oberflächen so zusammenstoßen, dass es mehrere Kontaktpunkte gibt.
Hier sollen zunächst nur Kugeln betrachtet werden, da diese eine konvexe Oberfläche haben und der Stoß leicht zu berechnen ist.
Bezeichnungen:

Die Vektoren v bezeichnen die Geschwindigkeit und Richtung der Kugeln unmittelbar vor dem Stoß, die Vektoren c die Geschwindigkeiten und Richtungen unmittelbar nach dem Stoß.
Stoßkraft:

Gerader zentraler Stoß


Aus der Vernachlässigung folgt, dass der Impulserhaltungssatz gilt:
Impuls vor dem Stoß:

Impuls nach dem Stoß:

gleichsetzen:

Die Vektoren haben die gleiche Richtung, wir können daher mit ihrem Betrag weiterrechnen:
Es sind die beiden resultierenden Geschwindigkeiten gesucht, also zwei Unbekannte. Bisher haben wir nur eine Gleichung, für die Berechnung brauchen wir eine zweite.
Qualitativer Verlauf der Stoßkraft

Bei t = t* ist der Abstand der beiden Schwerpunkte minimal.






Freikörperbild zur Zeit t*:

Impulssätze für m1 und m2:



Impulssätze für m1 und m2:


Newtonsche Stoßhypothese

Die Flächen beschreiben die Energie, die zur Verformung notwendig ist. Wenn der Stoß elastisch ist, sind die Flächen A1 und A2 gleich groß.
Beim plastischen Stoß unterscheiden sich die Flächen um den Faktor ε

ε wird auch “Stoßzahl” genannt. In der Schulphysik unterscheidet man nur die zwei Spezialfälle:
- ε = 1 → Rein elastischer Stoß
- ε = 0 → Rein inelastischer Stoß


