Die sog. Micro channel plate wird zur bildauflösenden Sekundärelektronenvervielfachung benutzt. Hierbei lässt ein einfallendes Elektron (s. vorherige Aufgabe) beim Auftreffen auf die Oberfläche in einem Kanal m Elektronen aus, was einer Multiplikation des einen Elektrons gleich kommt. Die ausgelösten Elektronen (
bei austritt vernachlässigbar) werden aufgrund des angelegten Feldes wieder beschleunigt bis zur nächsten Kollision mit der Kanaloberfläche, wo sich der Prozess wiederholt. Somit kommt es zu einem Lawinenprozess der eine Gesamtverstärkung (Multiplikation V) eines Elektrons zur Folge hat.
Die kinetische Energie
pro Elektron berechet sich hierbei näherungsweise aus dem angelegten Potential
geteilt durch die Anzahl
der Wechselwirkungen mit der Oberfläche. Für die Gesamtverstärkung soll der folgende Zusammenhang angenommen werden:

Führen Sie analog zu Aufgabe 1 die gleichen Überlegungen für die micro channel plate mit
Sekundärelektronen pro Wechselwirkung und einer Gesamtverstärkung von
durch. Die angelegte Spannung soll mit
angenommen werden.

Abbildung 3: Geometrie der micro channel plate. Dargestellt ist der Vervielfältigungseffekt (s.g. Verstärkung V) durch entstehende Sekundärelektronen
beim Einfall eines
.
[Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mcp-de.svg]
Eine solche micro channel plate findet u.a. in Nachtsichtgeräten / Restlichtverstärkern Anwendung.
Lösung
Es gilt:

Es werden also etwa 5 Auslösungen stattfinden. Wir nehmen an, dass diese in etwa äquidistant stattfinden, womit folgt:

Dies entspricht dem Wert aus der vorherigen Aufgabe, womit wir übernehmen können:

Zu beachten ist, dass der effektive Flugweg
in etwa der doppelten Dicke der micro channel plate entspricht. Mit einer Dicke der micro channel plate von etwa 1 mm bekommen wir also:

Die Abschätzungen für
und
funktionieren analog zum Photomultiplier.



