Der Schwerpunktsatz lautet:

Beispiel: rotierender Schwinger
Eine Masse, die an 2 Federn hängt, befindet sich zum Zeitpunkt t = 0 mit einer bestimmten
Auslenkung auf einer rotierenden Scheibe:

Auslenkung vom Ursprung = ρ
Abstand der Bezugsysteme = r0



Auslenkung der Masse zum Zeitpunkt t = 0:

Geschwindigkeit der Masse zum Zeitpunkt t = 0:

Als Nächstes wollen wir die Beschleunigung des Punktes beschreiben.
Noch einmal zur Erinnerung die Definition der Beschleunigung:





Der Einfachheit halbe berechnen wir zunächst die einzelnen Beschleunigungskomponenten:









Und nun fügen wir sie zusammen:



Freikörperbild:

C ist hier die Federkonstante. Für die Dehnung gilt:
, wobei x die Auslenkung der Feder ist.
Es existieren nun zum Einen die Kräfte, welche durch die Federn erzeugt werden, zum Anderen aber auch noch die Kraft N, welche die rotierende Scheibe auf die Masse m überträgt.
Für die Resultierende Kraft in diesem System gilt daher:





Des Weiteren gilt für die Kraft der Schwerpunktsatz:

Zusammengefügt ergeben sich nun 2 Gleichungen.
Eine in Richtung und eine in Richtung :







Fall 1:


Dies ist die Differentialgleichung für harmonische Schwingungen, welche aus Experimentalphysik I vielleicht schon bekannt ist. Die allgemeine Lösung dieser DGL lautet:







Der Schwinger schwingt also periodisch hin und her.
Eingesetzt in (2) folgt somit für die Kraft N:

Fall 2:

Der Schwinger bewegt sich nicht, da keine Beschleunigung mehr vorherrscht.
Fall 3:



Dies ist wieder die Differentialgleichung für harmonische Schwingungen, nur diesmal mir einem – statt einem +. Die allgemeine Lösung dieser DGL lautet:








In diesem Fall wächst die Auslenkung der Masse mit der Zeit exponentiell an. Die Masse würde also wegfliegen!


