
Der skizzierte Bodenverdichter wird durch extentrische Rotoren mit der Kraft meΩ2 cos(Ω t) erregt.
Bei einer bestimmten Erregerfrequenz ΩA beginnt die Platte mp vom Boden abzuheben.
Man bestimme die kritische Frequenz ΩA.
Wie groß ist bei ΩA die erreichbare Kraft auf den Boden?
Gegeben: M, m, mp, c, e, g (Erdbeschleunigung)
Lösung
Es handelt sich bei dem Problem um eine Kraftanregung.
Teilsystem I

Da nichts rotiert, brauchen wir keinen Drallsatz.
Schwerpunktsatz:

Auf normale Form gebracht:

Abspalten der Gleichgewichtslage:
Die Beschleunigung der Schwingung ist bei einer statischen Auslenkung gleich 0. Auch die Erregerkreisfrequenz ist 0:


Daraus folgt:


Wir setzen nun (Koordinatentransformation):

also

Die Schwingbeschleunigung ist in beiden Systemen gleich.
Eingesetzt:




DGL für eine Standard-Schwingung:

Koeffizientenvergleich ergibt:


Wir suchen nun nach einer partikulären Lösung yp und verwenden dazu einen Ansatz vom Typ der rechten Seite:


Eingesetzt in die Differentialgleichung:


Durch Koeffizientenvergleich der cosinus-Terme folgt für die Konstante:

In den Ansatz eingesetzt:

Teilsystem II
Freigeschnittene Bodenplatte:

Wir brauchen wieder den Drallsatz nicht. Der Schwerpunktsatz ergibt:

Dies stellen wir nach der Normalkraft um:

Für die Federkraft Fc, die von oben auf die Bodenplatte wirkt, gilt:

Eingesetzt:

Wir betrachten die nicht beschleunigte Bodenplatte (sie hebt nicht vom Boden ab), daher hat sie keine Beschleunigung:

Auswerten:
Die Platte hebt erstmalig ab, wenn die auf den Boden ausgeübte Normalkraft gleich Null ist:

Da die Normalkraft variabel ist, suchen wir zunächt ihr Minimum. Der erste Summand ist konstant, der zweite hängt von einem cosinus ab. Der cosinus ist minimal bei

Eingesetzt:

Aufgelöst:





Maximale Kraft auf den Boden:
Das Vorgehen ist analog zur minimalen Kraft, das Maximum des cos ist 1:

Einsetzen der kritischen Erregerkreisfrequenz:







