Der Raum der auf
stetigen Funktionen
![Rendered by QuickLaTeX.com C\left[ {0,1} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-2ae218cb3bf49be24bee09c63531b75d_l3.png)
ist eine Teilmenge der auf
beschränkten Funktionen
.
ist normiert und ein Banachraum (vollständig und abgeschlossen).
Satz von Weierstrass: Die Menge der Polynome liegt dicht in
, d.h. jede stetige Funktion auf
kann beliebig gut durch ein Polynom approximiert werden.
Folgerung:
ist separabel.
Beweis
Elementarer Beweis der Separabilität von
unter Verwendung von “stückweise linearen Funktionen”
1. Schritt
Für jedes
zerlegen wir
durch Teilpunkte

in ν gleichgroße Teilintervalle
![Rendered by QuickLaTeX.com I_\mu ^{\left( \nu \right)}: = \left[ {\frac{{\mu -1}} {\nu },\frac{\mu } {\nu }} \right],\mu = 1, \ldots ,\nu](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-68ed9bb02cc665d2399f0b0326013ff1_l3.png)
und erhalten ein “Gitter”

Eine Funktion
heißt “stückweise linear” auf
, wenn sie linear ist auf jedem Teilintervall 
Eine solche Funktion
ist durch ihre
“Eckwerte”

eindeutig bestimmt.
Damit ist
abzählbar für jedes 
mit
stückweise linear und rationalen Eckwerten
Dann ist auch

abzählbar.
2. Schritt
Wir zeigen nun, dass die Funktionen dicht liegen.
Sei
gegeben. Dann wird für jedes
durch die
Funktionswerte

eine stückweise lineare Funktion
mit diesen Werten als Stützwerten bestimmt.
Wir zeigen:
(gleichmäßige Konvergenz) in ![Rendered by QuickLaTeX.com C\left[ {0,1} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-2ae218cb3bf49be24bee09c63531b75d_l3.png)
ist auf
sogar gleichmäßig stetig, das heißt
![Rendered by QuickLaTeX.com \forall \varepsilon > 0\exists \delta \left( \varepsilon \right) > 0:\left| {f\left( t \right)-f\left( {t^{\prime}} \right)} \right| < \varepsilon \forall t,t^{\prime} \in \left[ {0,1} \right]:\left| {t-t^{\prime}} \right| < \delta](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-47f4cbb07f5006b2c20a1ebb8ef0f4d5_l3.png)
Mit
werde derjenige Teilpunkt des Gitters
bezeichnet, der einem vorgegebenen
links am nächsten kommt. Dann ist

falls
(kleinste ganze Zahl
)
Nach
![Rendered by QuickLaTeX.com \forall \varepsilon > 0\exists \delta \left( \varepsilon \right) > 0:\left| {f\left( t \right)-f\left( {t^{\prime}} \right)} \right| < \varepsilon \forall t,t^{\prime} \in \left[ {0,1} \right]:\left| {t-t^{\prime}} \right| < \delta](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-47f4cbb07f5006b2c20a1ebb8ef0f4d5_l3.png)
gilt

Außerdem ist wegen der Linearität von
auf 


da ja

Die Addition der beiden Ungleichungen (mit und ohne ν) liefert

für alle ![Rendered by QuickLaTeX.com \nu > n\left( \varepsilon \right),\forall {t_0} \in \left[ {0,1} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-ca35af2fcc972926ffa46d288134bfc7_l3.png)



