Die dargestellte Federsäule eines Schwingungsdämpfers besteht aus gleichen Tellerfedern nach DIN 2093 Reihe A. Der maximale Federweg pro Feder beträgt
bei einer maximalen Belastung von
.

Daten der Tellerfedern:





Gesucht
31.1 – Federsteifigkeit
einer Tellerfeder
31.2 – Federkonstante
von Säule I
31.3 – Federkonstante
von Säule II
31.4 – Federkonstante
von Säule III
31.5 – Gesamtfedersteifigkeit 
31.6 – Kraft
und zugehöriger Federweg
, bei der Säule I anliegt
31.7 – Kraft
und zugehöriger Federweg
, bei der Säule II anliegt
31.8 – Kraft
und zugehöriger Federweg
, bei der Säule III anliegt
31.9 – Federkennlinie unter Vernachlässigung der Reibung
Lösung
Einteilung der Säulen:

Ineinander verschachtelte Federn bilden dabei ein Federpaket. Entgegengesetzt eingebaute Federn bilden eine Federsäule.
31.1 – Federsteifigkeit einer Tellerfeder
Die Federsteifigkeit ist der Quotient aus Kraft und Weg:

Dabei kommt die
daher, dass die Feder bis ca. 75% eine lineare Kennlinie hat.
31.2 – Federkonstante von Säule I
Eine Federsäule entspricht einer Reihenschaltung:

31.3 – Federkonstante von Säule II
Ein Federpaket entspricht einer Parallelschaltung:

Säule (Reihenschaltung):

31.4 – Federkonstante von Säule III

Säule (Reihenschaltung):

31.5 – Gesamtfedersteifigkeit
Säule (Reihenschaltung):

31.6 – Kraft und Federweg von Säule I
Damit die Säule I anliegt, muss diese um das doppelte des maximalen Federwegs einer Einzelfeder zusammengepresst werden:

Die Kraft, die dafür nötig ist, ist das Produkt aus der Federsteifigkeit von Säule I und dem Federweg:

Bei dieser Belastung wird zwar die erste Säule komplett zusammengedrückt, die beiden anderen Säulen werden aber auch ein bisschen komprimiert. Wir müssen daher noch den gesamten Federweg bestimmen, der der Quotient aus der berechneten Kraft und der gesamten Federsteifigkeit ist:

31.7 – Kraft und Federweg von Säule II
Der benötigte Federweg ist auch hier wieder das doppelte des maximalen Federwegs einer Einzelfeder:


Ab einer Kraft von
ist Säule I komplett zusammengedrückt und spielt dann keine Rolle mehr. Der Federweg bei
setzt sich also aus dem Federweg bei
und dem aus der restlichen Kraft resultierenden Weg zusammen. Die restliche Kraft,
, kann nur Säule II und Säule III zusammendrücken. Dies müssen wir in der Federkonstante berücksichtigen:

Die kombinierte Federsteifigkeit der Säulen II und III ist:

Einsetzen:

31.8 – Kraft und Federweg von Säule III
Analog zu 31.7 ergibt sich hier:



31.9 – Federkennlinie



