Es sei
und das Funktional
definiert durch
.
-
Stellen Sie die Euler-Gleichung auf und zeigen Sie, dass es keine Extremalen gibt, die die Randbedingungen
und
erfüllen. -
Zeigen Sie, dass
auf
kein Minimum annimmt.
Hinweise:
. Zu jedem
gibt es ein
mit
Tipp für den letzten Schritt: Betrachten Sie

Lösung
a)
Wir haben:
Euler-Lagrange-Gleichung:



Alternativer Weg mit gleicher Lösung:
Es folgt:
Durch Substitution mit
erhalten wir:
Dies ist eine homogene lineare DGL. 1. Ordnung, die wir mittels Separationsansatz lösen können:




Die Allgemeine Lösung lautet also:


Einbeziehen der Randbedingungen liefert:
Es gibt also keine Extremalen, die die Randbedingungen erfüllen.
q.e.d.
b)
Wir können direkt sagen, dass
ist, da
und
gilt. Für
soll gelten:
, also
.
Wir betrachten Funktionen
Die Ableitung lautet:
Daraus folgt:
![Rendered by QuickLaTeX.com J\left( {{y_\varepsilon }} \right) = \int_0^\varepsilon {{t^4}\frac{9}{{{\varepsilon ^2}}}\underbrace {{{\left( {\frac{{\varepsilon -t}}{\varepsilon }} \right)}^4}}_{ \in \left[ {0,1} \right]}dt} \leq \frac{9}{{{\varepsilon ^2}}}\int_0^\varepsilon {{t^4}dt} = \frac{9}{5}{\varepsilon ^3}](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-b15d46816e29cb91c15ad98293bb9a08_l3.png)

Also ist
.
Aber:
.



Die Lösung der DGL ist in der gerenderten Form kaum mehr lesbar, selbst nach dem Zoomen. Vll einen großen Bruchstrich verwenden.