Ein Turbokompressor mit mehrfacher Zwischenkühlung komprimiert im stationären Betrieb 5 kg Luft pro Sekunde vom Umgebungszustand p1 = pU = 1 bar, T1 = TU = 300 K auf einen Druck p2 = 20 bar. Die Kompression soll als reversibel polytrop mit konstantem Polytropenexponenten n = 1,2 betrachtet werden.
-
Wie groß muss die Antriebsleistung des Kompressors
sein?
-
Welcher Wärmestrom
muss der Luft bei der Zwischenkühlung entzogen werden?
Die Luft soll als perfektes Gas betrachtet werden mit: cp,L = 1,0 kJ/(kgK) und RL = 0,287 kJ/(kgK). Änderungen der kinetischen und potentiellen Energien der Luft sind zu vernachlässigen.
Lösung

Isotherm:
(gesamte Kompressionswärme wird abgeführt)
Adiabat:
(gesamte Kompressionswärme verbleibt im System)
Polytrop: ein Teil der Kompressionswärme wird abgeführt

Isotherme: 
Isentrope: 
Polytrope: 
Allgemein: 





a)
Es gilt:

Der Formelsammlung entnehmen wir die Formel für die technische Arbeit bei stationären Fließprozessen:
Da wir laut Aufgabenstellung Änderungen der kinetischen und potentiellen Energien der Luft vernachlässigen sollen folgt:

Nun benötigen wir v in Abhängigkeit von p. Da die Kompression reversibel polytrop erfolgen soll, nutzen wir die Polytropenbeziehung:



![Rendered by QuickLaTeX.com \quad = {p_1}^{\frac{1} {n}} \cdot {v_1} \cdot \int\limits_1^2 {{p^{-\frac{1} {n}}}} dp = p_1^{\frac{1} {n}} \cdot {v_1} \cdot \frac{n} {{n-1}}\left[ {{p^{\frac{{n-1}} {n}}}} \right]_1^2](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-cffc9aebcab72ba791ae6dfbabaebf46_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \quad = {v_1} \cdot {p_1}^{\frac{1} {n}} \cdot \frac{n} {{n-1}}\left[ {{p_2}^{\frac{{n-1}} {n}}-{p_1}^{\frac{{n-1}} {n}}} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-8648cec5f3b005f245650392dfe58fab_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \quad = \frac{n} {{n-1}} \cdot {v_1} \cdot {p_1} \cdot \left[ {{{\left( {\frac{{{p_2}}} {{{p_1}}}} \right)}^{\frac{{n-1}} {n}}}-1} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-97c3fb576b09b50747dd82a8490b2e2c_l3.png)
Mit Hilfe des idealen Gasgesetzes, welches auch für perfekte Gase gilt, folgt daraus:
![Rendered by QuickLaTeX.com w_{12}^t = \frac{n} {{n-1}} \cdot R \cdot {T_1}\left[ {{{\left( {\frac{{{p_2}}} {{{p_1}}}} \right)}^{\frac{{n-1}} {n}}}-1} \right] = 334,5\frac{{kJ}} {{kg}}](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-8a2f5c6e37c87eccea2fc6645c1b0f85_l3.png)

b)
ges.: 
Zwischenkühlung:

Um einen Zusammenhang zwischen der technischenArbeit und dem Wärmestrom herzustellen benötigen wir den 1. Hauptsatz für stationäre Fließprozesse:
Da wir laut Aufgabenstellung Änderungen der kinetischen und potentiellen Energien der Luft vernachlässigen sollen folgt:




Da es sich um eine polytrope Zustandsänderung handelt gilt:





