Es liegt das folgende statistische Modell vor: Stichprobenraum
,
Parameterbereich
, für
sei
die durch die W-Funktion

bestimmte Wahrscheinlichkeitsverteilung auf
.
a) Weisen Sie nach, das
gemäß
die Maximum-Likelihood-Schätzfunktion für den unbekannten Parameter
ist.
b) Zeigen Sie, das
gemäß
eine erwartungstreue
Schätzfunktion für
ist.
c) Zeigen Sie, dass h(0) = g(0) und h(x) < g(x) für alle x = 1, 2, 3, ..., und schließen Sie
daraus, dass
für alle
ist.
Hinweis zu a): Log-Likelihood maximieren!
Lösung
a)

![Rendered by QuickLaTeX.com \mathcal{L}\left( {x,\vartheta } \right): = \ln L\left( {x,\vartheta } \right) = \ln f_\vartheta \left( x \right) = \ln \left[ {\left( {x+1} \right)\left( {1-\vartheta } \right)^x \vartheta ^2 } \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-c4e206964122ba4402e26c3b08cb7409_l3.png)

Da wir die Wahrscheinlichkeit
maximieren (also das Maximum finden) wollen bilden wir die Ableitung nach
und setzen diese = 0.






b)

Ein Schätzer
heißt erwartungstreu für ein Funktional
, wenn gilt:
.
Für den Erwartungswert im diskreten Fall gilt:
![Rendered by QuickLaTeX.com E_\vartheta [h(x)] = \sum\limits_{x \in \Psi } {h\left( x \right)f\left( x \right)} = \sum\limits_{x = 0}^\infty {\frac{1} {{1+x}}\left( {x+1} \right)\left( {1-\vartheta } \right)^x \vartheta ^2 } = \vartheta ^2 \sum\limits_{x = 0}^\infty {\left( {1-\vartheta } \right)^x }](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-4eeb75188273040ac7d703cafd3cf3e6_l3.png)
wegen
handelt es sich hierbei um eine geometrische Reihe
Die geometrische Reihe
konvergiert auf ]-1,1[ bekanntlich punktweise gegen
.
Damit gilt also:
![Rendered by QuickLaTeX.com E_\vartheta [h(x)] = \vartheta ^2 \sum\limits_{x = 0}^\infty {\left( {1-\vartheta } \right)^x } = \vartheta ^2 \frac{1} {{1-\left( {1-\vartheta } \right)}} = \vartheta](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-377b24d70bd209131c12bef7d9e4f05a_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad E_\vartheta [h(x)] = \vartheta](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-8f8b454ae21e8c74af25f2c85cde0fbb_l3.png)
Damit ist h also eine erwartungstreue Schätzfunktion für
.
q.e.d.
c)
Die erste Behauptung gilt, da:

Auch die zweite Behauptung gilt, da:





Wenn gilt g > h, dann wird auch die Summe und somit der Erwartungswert größer:




