Die im Folgenden dargestellte Magnetaufhängung soll um den Arbeitspunkt (X0,UH0,US0) linearisiert werden:

Lösung
Dazu müssen wir zum Einen den elektrischen Kreis und zum Anderen auch den magnetischen Kreis linearisieren.
Magnetischer Kreis:
Dazu wird zunächst das Kräftegleichgewicht für die Kugel aufgestellt:
MH: Magnetkraft durch die Haltewicklung
MS: Magnetkraft durch die Steuerwicklung
Vorbereitung der Taylorentwicklung:
Für die Ruhelage der Kugel gilt:



Wir gehen nun von hinreichend kleinen Bewegungen um den Anfangspunkt aus:




Zur Linearisierung folgt nun die Taylorentwicklung ersten Grades um die Ruhelage x0:




Damit folgt:


Wir fassen die konstanten Ausdrücke zusammen und erhalten somit die linearisierte Gleichung für den magnetischen Kreis:

Elektrischer Kreis:
Da an die Spannung eine Spule angeschlossen ist, welche sich aufteilen lässt in eine perfekte (widerstandslose) Spule und einen Widerstand, gilt:

Denn:

Für die Ruhelage gilt:

Wir gehen nun von wieder von hinreichend kleinen Bewegungen um den Anfangspunkt aus:

Damit folgt aus der Taylorentwicklung:




Nun als Zusatz noch eine Betrachtung zur Systemstabilität.
Für die Übertragungsfunktion gilt:

Um die zuvor ermittelten Gleichungen einsetzen zu können nutzen wir die Laplacetransformation:







Somit erhalten wir:

Die Polstellen lauten somit:


Graphische Darstellung der Polstellen:

Da einer der Pole sich rechts von der Imaginärachse befindet, handelt es sich hier um ein instabiles System.




Fehlerhafte Polstelle korrigiert (-sqrt{c_3} -> -sqrt{c_2})