Problemstellung
Gegeben ist ein statistischer Raum
, wobei
mit einer Parametermenge Θ. Sei ferner eine Funktion
(z.B.
) gegeben.
Ziel ist es nun, für jede Realisierung (Beobachtung)
einen „möglichst guten“ Bereich
anzugeben, der
enthält, wenn ϑ der „wahre“ Parameter ist.
Bereichs- und Intervallschätzfunktionen
Eine Funktion
, die jedem
einen Bereich
zuordnet, heißt Bereichsschätzfunktion (BSF) (oder Konfidenzbereich) für
, falls:

Die einer Beobachtung
entsprechende „Bereichsschätzung“
heißt auch Konfidenzschätzung für
.
Die Wahrscheinlichkeiten
, heißen
Überdeckungswahrscheinlichkeiten des Konfidenzbereichs C.
Häufig ist
und
ein Intervall für alle
.
C heißt dann Intervallschätzfunktion (ISF) und
Konfidenzintervall (KI) für
.
Konfidenzniveau
Sei
.
Eine BSF (Bereichsschätzfunktion) C heißt (1-α)-Bereichsschätzfunktion (oder Konfidenzbereich zum Niveau 1-α) für
falls:

1-α: Sicherheits- oder Konfidenzniveau
α: Irrtumsniveau
Ist C eine (1-α)-Intervallschätzfunktion, so wird für
das
bezeichnet als (1-α)-Konfidenzintervall (oder Vertrauensintervall) für
.
Ziel soll es sein eine Intervallschätzfunktion mit möglichst großen Überdeckungswahrscheinlichkeiten und möglichst kleinen Konfidenzintervallen zu suchen.



