Ein dünnwandiger, vollkommen wärmeisolierter Behälter enthält ein Eis-Wasser-Gemisch (
Eis und
Wasser) der Temperatur
. Durch eine stationär arbeitende Kältemaschine wird dem Eis-Wasser-Gemisch ein Wärmestrom
entzogen, so dass es nach einer Zeit
seit Beginn des Prozesses vollständig gefroren ist. Die Temperatur des Kältemittels im Verdampfer beträgt dabei
.
-
Welche Wärmemenge
muss dem Eis-Wasser-Gemisch während des Gefriervorgangs entzogen werden (Zeit
bis
)?
-
In welcher Zeit
ist das Eis-Wasser-Gemisch vollständig gefroren?
- Wie groß ist der Entropiestrom, der während des eigentlichen Gefriervorgangs aus dem Eis-Wasser Gemisch strömt?
- Welcher Entropiestrom strömt während dieser Zeit in das Kältemittel im Verdampfer der Kältemaschine?
-
Wie groß ist der während des eigentlichen Gefriervorgangs in der Verdampferwand produzierte Entropiestrom
?
Thermodynamische Daten von Wasser:
Lösung

Gegeben:




Allgemeine Betrachtung:

Es gilt:


Für den reversiblen adiabaten Grenzfall gilt:


Da es sich um einen stationären Fließprozess handelt, muss gelten:

Wir kommen nun zu der Beantwortung der Aufgabenstellungen.
a )
Wir stellen den ersten Hauptsatz für das System EW auf:

Da keine Volumenänderung vorliegt, gibt es keine Volumenarbeit:

Es folgt:

r ist hierbei die so genannte Verdampfungsenthalpie.
b )
Gesucht ist die Zeitdauer des Prozesses:

c )
Gesucht ist der an den Wärmestrom
gebundene Entropiestrom
.
Es gilt:

d )
Gesucht ist der Entropiestrom im Kältemittel.
Es gilt:

Der Entropiestrom in das Kältemittel ist also größer als der Entropiestrom, der das Eiswasser verlässt. Daher muss in der Wand Entropie erzeugt werden! (vgl. Skript S. 57 ff.)
e )

Veranschaulichung:

Es ist also:

Dieser Entropiestrom wird also in der Wand erzeugt.



