Das System
mit dem Anfangswert
wird mit der im folgenden Bild dargestellten Sinusfunktion als Störgröße beaufschlagt:
1. Geben Sie u(t) im t- und im s-Bereich an.
2. Bestimmen Sie x(s) in Abhängigkeit von u(s) und x0.
3. Geben Sie x(t) an.
(Abkürzungen dürfen eingeführt werden; der Bezug muss aber klar ersichtlich sein: z.B.
)
Lösung
1.
Die Funktion u(t) können wir direkt aus der Grafik aufstellen:
Zur Transformation benötigen wir den Rechtsverschiebungssatz, sowie Korrespondenz Nr. 21:
Für den ersten Term gilt:


Damit folgt:




2.
Wir nehmen die Ausgangsgleichung
und transponieren sie mit Hilfe der Definition und dem Differentiationssatz:

![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad X\left( s \right) \cdot \left[ {\tau \cdot s+1} \right] = \kappa \cdot U\left( s \right)+{x_0}\tau](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-d4f78f7cf311b1ad6516ff8c4c61cd18_l3.png)

3.
Mit
folgt:
So dass:
Nun folgt wieder mal eine Partialbruchentwicklung:
Der zweite Teilterm hat nur komplexe Nullstellen. Für solche gilt wie auch schon in Aufgabe 5.1.c der folgende Ansatz:



Die Bestimmung der Koeffizienten folgt analog zu Aufgabe 3:
Die restlichen Koeffizienten werden wieder durch Koeffizientenvergleich bestimmt:




Durch Einsetzen der Koeffizienten erhalten wir:



Nun führen wir die Rücktransformation mit Hilfe der Korrespondenzen 3, 21 und 22 durch:
![Rendered by QuickLaTeX.com \to \quad x_1^\prime \left( t \right) = {C_1} \cdot \left[ {{e^{-at}}-\cos \left( {\omega t} \right)+\frac{a}{\omega }\sin \left( {\omega t} \right)} \right] \cdot 1\left( t \right)](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-26d3ba60ae46db2f180e5ac02ed7d8bf_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \Rightarrow \quad x_1^\prime \left( t \right) = \frac{{a\kappa \omega }}{{{a^2}+{\omega ^2}}} \cdot \left[ {{e^{-at}}-\cos \left( {\omega t} \right)+\frac{a}{\omega }\sin \left( {\omega t} \right)} \right] \cdot 1\left( t \right)](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-f70bf5eb68d5499ff7cd4d709554ba75_l3.png)
Dies war allerdings nur ein Teilterm der eigentlichen Lösung. Für die vollständige Lösung müssen wir noch folgenden Term auswerten:


Die Transformation erfolgt wieder mit Hilfe des Rechtsverschiebungssatzes:





![Rendered by QuickLaTeX.com \qquad \left. {-\left( {{e^{-a\left( {t-T-{T_1}} \right)}}-\cos \omega \left( {t-{T_1}-T} \right)+\frac{a}{\omega }\sin \omega \left( {t-{T_1}-T} \right)} \right) \cdot 1\left( {t-{T_1}-T} \right)} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-1fe96e922ed8146f907b68a894d80f48_l3.png)
Als letztes fehlt nun noch der X2 Term, welche mittels Korrespondenz Nr. 3 rücktransformiert wird:



Insgesamt erhalten wir also:


![Rendered by QuickLaTeX.com \qquad \left. {\qquad -\left( {{e^{-a\left( {t-T-{T_1}} \right)}}-\cos \omega \left( {t-{T_1}-T} \right)+\frac{a}{\omega }\sin \omega \left( {t-{T_1}-T} \right)} \right) \cdot 1\left( {t-{T_1}-T} \right)} \right]](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-29fad9ea5d222fe87ac715abe8863b92_l3.png)





a=1/tau und nicht a=1/T wurde im Artikel einmal fasch gemacht.
Stimmt. Tippfehler. Hab’s korrigiert. Danke!
In folgende Zeilen + und – korrigiert: