a
Entwickeln Sie die Funktion
mit
, in eine Fourierreihe mit der Periode
.
b
Kann man die Funktion
auch in eine reine Sinusreihe oder eine reine Cosinusreihe entwickeln?
c i)
Wiederholen Sie die Konvergenzeigenschaften von Fourierreihen für stückweise stetig differenzierbare Funktionen, d.h. Funktionen, die an höchstens endlich vielen Stellen im Intervall
eine Sprungstelle haben und bei denen für alle
die einseitigen Grenzwerte existieren:

c ii)
Wie sind die Konvergenzeigenschaften von Funktionen
?
Lösung
a )
![f:\left[ {0,2\pi } \right] \to \mathbb{R} f:\left[ {0,2\pi } \right] \to \mathbb{R}](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-398aa5aa454ae832e029332be1238fec.gif)
Zugehöriges trigonometrisches Polynom:

Mit den Koeffizienten


Das Intervall, über das integriert wird, kann bei periodischen Funktionen beliebig verschoben werden, muss aber immer die gleiche Periodenlänge haben.
Fourierreihe 
Wenn die Periodenlänge
ist, gilt allgemein:


Alternativ:


mit

b )
Die Funktion ist in eine reine Sinusreihe entwickelbar, wenn
ist, also
. Dies ist der Fall, wenn die Funktion
ungerade, also punktsymmetrisch zu
, ist.
Die Funktion ist in eine reine Cosinusreihe entwickelbar, wenn
ist, also
. Dies ist der Fall, wenn die Funktion
gerade, also achsensymmetrisch zur y-Achse, ist.
c i)
konvergiert gleichmäßig an allen Stetigkeitsstellen gegen
.
An den Unstetigkeitsstellen konvergiert
gegen 
c ii)

Kriterium: 
Für Funktionen aus
konvergiert die Fourierreihe im
-Sinn gegen die Funktion:

Die Fourierreihenentwicklung ist Isomorphismus zwischen
und
.
Man kann also testen, ob die Koeffizienten in
liegen, um herauszufinden, ob die Funktion selbst in
liegt.

