Zu einer Funktion

oder

wird die Stammfunktion F(x) gesucht.
Beispiel:


F(x) ist die Stammfunktion der gegebenen Funktion f(x). Es gilt: F ^{\prime}(x) = f(x)
Beim Integrieren ist zu beachten, dass zu der Funktion noch ein konstanter Faktor kommt und somit eigentlich jedes Integral eine Funktionsschar bildet:
![<br />
F\left[ {\left( x \right)+c ^{\prime}} \right] = F ^{\prime}\left( x \right) = f\left( x \right)<br />
<br />
F\left[ {\left( x \right)+c ^{\prime}} \right] = F ^{\prime}\left( x \right) = f\left( x \right)<br />](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-44b32ecb9b5e3a18f52c91aa384d3c36.gif)
Man schreibt in der Integralschreibweise:

Der konstante Faktor c darf nur weggelassen werden, wenn es sich um ein unbestimmtes Integral handelt (also wenn keine Integrationsgrenzen vorgegeben sind).
Beispiel aus der Physik:

(v: Geschwindigkeit, t: Zeit, a: Beschleunigung = konstant)
Es soll die Fläche unter der Funktion berechnet werden.



“Fläche” wird gewonnen aus s = vt




Es gilt:


Für die Fläche zwischen zwei Begrenzungen:

Zu beachten beim Umgang mit Integralen
Ein Integral kann in mehrere Einzelintegrale aufgeteilt werden. So kann der Bereich von a über b bis c entweder in einem oder in mehreren Integralen geschrieben werden:

Wenn die Integrationsgrenzen vertauscht werden, ändert sich das Vorzeichen vor dem berechneten Flächeninhalt unter der Funktion:

Die Variable muss nicht x sein, sie kann auch durch eine andere ersetzt werden:

Es gibt auch verschiedene Schreibweisen für den hinteren Teil:
![<br />
\left[ {F\left( x \right)} \right]_a^b = \left[ F \right]_a^b = \left[ {F\left( x \right)} \right]_{x = a}^{x = b}<br />
<br />
\left[ {F\left( x \right)} \right]_a^b = \left[ F \right]_a^b = \left[ {F\left( x \right)} \right]_{x = a}^{x = b}<br />](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-d342bdf2a38a2ef19cde1f05d277e705.gif)
Eine Konstante im Integral kann auch vor das Integral gezogen werden:

Integrationsverfahren
1. Integration durch Substitution
Die Integration durch Substitution ist die Umkehrung der Kettenregel:
Lässt sich ein Integral auf die Form

bringen, so erhält man mit der Substitution

und daher

die Form

Beispiele:





Rücksubstitution:

Beispiel 2:






Abschließend muss nur noch substituiert werden.
Sonderfälle bei der Integration von Brüchen




Bei bestimmten Integralen verschieben sich die Integrationsgrenzen:
![<br />
\int\limits_{x = a}^{x = b} {f\left[ {g\left( x \right)} \right]g ^{\prime}\left( x \right)dx} = \int\limits_{u = g\left( a \right)}^{u = g\left( b \right)} {f\left[ u \right]du}<br />
<br />
\int\limits_{x = a}^{x = b} {f\left[ {g\left( x \right)} \right]g ^{\prime}\left( x \right)dx} = \int\limits_{u = g\left( a \right)}^{u = g\left( b \right)} {f\left[ u \right]du}<br />](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-726c892cc9369aeac470709f90e770a1.gif)
Dies kann umgangen werden, wenn am Schluss die Variable resubstituiert wird.
noch ein Beispiel:




![<br />
\frac{1}<br />
{2}\int\limits_{u = r^2 }^{2r^2 } {\frac{{du}}<br />
{{\sqrt u }}} = \frac{1}<br />
{2} \cdot 2 \cdot \left[ {\sqrt u } \right]_{r^2 }^{2r^2 } = r\left( {\sqrt 2 -r} \right)<br />
<br />
\frac{1}<br />
{2}\int\limits_{u = r^2 }^{2r^2 } {\frac{{du}}<br />
{{\sqrt u }}} = \frac{1}<br />
{2} \cdot 2 \cdot \left[ {\sqrt u } \right]_{r^2 }^{2r^2 } = r\left( {\sqrt 2 -r} \right)<br />](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-93285faae6530baa9a415e74d1a633ec.gif)
Partielle Integration
Die Partielle Integration ist die Umkehrung der Produktregel:



Die Rechenregel für die partielle Integration lautet also:

Beispiel:





Einsetzen:

Das Verfahren muss nun noch ein Mal angewendet werden:







In der Physik braucht man häufig bestimmte Integrale, wie zum Beispiel ein Arbeitsintegral. Eine besondere Form sind die Linienintegrale:

oder geschlossene Integrale.
Berechnung der Fläche einer Ellipse
Formel für eine Ellipse:


Y muss ausgerechnet und eingesetzt werden, anschließend lässt sich das Integral lösen. Dieser Vorgang ist sehr mühsam und soll hier nicht weiter vertieft werden.
Alternative: Parameterdarstellung


Die neue Variable ist φ.




Volumen von Rotationskörpern


Volumen einer Ellipse (eines Rotationsellipsoids)


![<br />
V_x = 2\pi b^2 \int\limits_0^a {\left( {1-\frac{{x^2 }}<br />
{{a^2 }}} \right)dx = } 2\pi b^2 \left[ {x-\frac{1}<br />
{3} \cdot \frac{{x^3 }}<br />
{{a^2 }}} \right]_{x = 0}^{x = a} = \frac{{4\pi }}<br />
{3}ab^2<br />
<br />
V_x = 2\pi b^2 \int\limits_0^a {\left( {1-\frac{{x^2 }}<br />
{{a^2 }}} \right)dx = } 2\pi b^2 \left[ {x-\frac{1}<br />
{3} \cdot \frac{{x^3 }}<br />
{{a^2 }}} \right]_{x = 0}^{x = a} = \frac{{4\pi }}<br />
{3}ab^2<br />](http://me-lrt.de/wp-content/ql-cache/quicklatex-e807c8881ee3ff453c4b7eb710623444.gif)
Rotation um die y-Achse:


