Bericht über Woche 1 (Fertigung einer Aluminiumdose)

 

Woche vom 21.07.2008 bis 25.07.2008

Fertigung einer Aluminiumdose

In der ersten Woche soll aus folgendem Material eine runde Dose gefertigt werden:
o 1 x Aluminiumblech 329x120x1
o 2 x Schraube 4mm
o 2 x Mutter 4mm
o 2 x Sonderniet 4mm

Ich benutzte für die Bearbeitung das folgende Werkzeug:
o Schneidemaschine
o Leichtmetallfeile
o Dreikantschaber
o Biegemaschine
o Handbohrmaschine, 4,1mm Bohrer
o Schraubendreher
o Nietpistole
o Sickmaschine

Ich beginne mit dem Zuschneiden des Aluminiumblechs. Ich lege hierzu das Blech in die genau justierte Schneidemaschine und achte beim Schneiden darauf, dass das fertige Blech rechtwinklig wird, um Probleme bei der weiteren Verarbeitung zu vermeiden.
Das zugeschnittenen Blech spanne ich anschließend unter Verwendung der Aluminiumbacken in den Schraubstock ein und nehme kleinere Korrekturen vor. Dies ist notwendig, um zum einen die gewünschten Maße für das Blech zu erreichen und zum anderen um ein Einreißen der Ränder bei der folgenden Bearbeitung zu verhindern. Beim Feilen achte ich darauf, gleichmäßig und unter Verwendung der ganzen Feilenlänge zu arbeiten. Die Feile halte und bewege ich mit der rechten Hand und übe mit der linken Hand Druck von oben aus. Ich verfahre dabei im Kreuzstich, das heißt ich arbeite abwechselnd im 45° Winkel und im -45° Winkel am Werkstück entlang. Dadurch hat die Feile eine größere Auflagefläche und einen gleichmäßigeren Abtrag.
Nachdem die exakten Maße erreicht sind, entgrate ich das Werkstück mit dem Dreikantschaber, damit die Gefahr von Schnittverletzungen minimiert wird. Hierbei streiche ich erst mit dem Dreikantschaber seitlich über die gefeilten Kanten, damit sich der Grat aufrichtet und anschließend von oben über die Kante, um den aufgerichteten Grat zu entfernen.
Nun führe ich das Blech zwischen den Führungswalzen der Biegemaschine ein und biege es immer stärker, indem ich während des Durchlaufens der Maschine langsam den Biegeradius verringere. Nachdem ich das Blech aus der Maschine entnommen habe, hat es die Form eines kreisrunden Rohrs mit dem Durchmesser 100mm eingenommen, wobei sich die Enden 15mm überlappen.

Ich spanne das Blech quer in den Schraubstock ein, so dass die Überlappungsstelle nach oben zeigt. Die Positionen für die vier Bohrlöcher sind gemäß der Zeichnung bei 15, 45, 75 und 105mm und jeweils in der Mitte der 15mm Überlappungszone. Diese Positionen markiere ich mit dem Bleistift. Mit der Handbohrmaschine bohre ich nun Löcher, nachdem ich an den markierten Stellen die Bohrmaschine angesetzt und den Bohrer mit der Hand ein paar mal gedreht habe, um beim Bohren nicht abzurutschen. Die äußeren beiden Löcher verschraube ich mit den Schrauben und Muttern, für die inneren benutze ich die Sonderniete, die den Vorteil haben, dass man mit der hydraulischen Nietpistole nur von einer Seite an das Werkstück heran muss. Durch das betätigen der Pistole wird der Stift aus der Niete gezogen und damit der Schaft auseinandergedrückt, so dass er das Loch vollständig ausfüllt.

Im letzten Arbeitsschritt drehe ich die Dose durch die Sickmaschine. Hierbei vergrößere ich die drei Sicken bei 30, 60 und 90mm langsam, damit das Blech nicht reißt, auf 2,5mm. Die obere und untere Sicke werden dabei nach Innen eingedrückt, die mittlere nach außen. Dadurch ist die Dose kaltverfestigt und somit sehr stabil bei Belastung.

Technische Zeichnung (anklicken für höhere Auflösung):

Aluminiumdose Zeichnung

Aluminiumdose Zeichnung

Übersicht über die ganze Woche (Excel Format):
Wochenbericht 1