Bericht über Woche 6 (Bohrplatte)

 

Woche vom 25.08.2008 bis 30.08.2008

Herstellen einer Bohrplatte

In der sechsten Woche soll eine Bohrplatte hergestellt werden. Ich benutze dafür das folgende Material:

  • Stahlplatte 110x80x8mm

Für die Bearbeitung benutze ich das folgende Werkzeug:

  • Flachstumpffeile
  • Parallelreißer
  • Schlosserhammer
  • Körner
  • Bohrer 3,0; 6,4; 6,8; 7,8; 8,4
  • Senker 90°
  • Zapfensenker 13,5mm
  • Gewindebohrer M8
  • Windeisen
  • Reibahle 8H7
  • Messschieber
  • Lehrdorn 8H7

Ich beginne mit dem Vorbereiten der Platte. Den Rohling befeile ich rechtwinklig, auf Maß, eben und parallel, danach entgrate ich die Kanten.
Nun reiße ich mit dem Parallelreißer gemäß der technischen Zeichnung das Gitter für die Positionen der Bohrlöcher an. Bei jedem Kreuz setze ich mit dem Hammer und dem Körner eine Körnung, damit der Bohrer später genau diesen Punkt trifft und nicht abrutscht. Ich bohre die Löcher mit einem 3mm Bohrer vor, wobei ich beachte, dass die Drehgeschwindigkeit der Standbohrmaschine laut Tabelle für den Durchmesser des Bohrers und der Schnittgeschwindigkeit eingestellt werden muss. Während des Bohrens kühle ich den Bohrer und die Platte mit Kühlmittel.
Nun bohre ich die vier Reihen mit den Bohrern 6,4; 6,8; 7,8 und 8,4mm auf. Hierbei muss ich das Werkstück einspannen, da der Durchmesser des Bohrers größer als 5mm ist. Würde er sich verhaken, könnte ich das Werkstück sonst nicht festhalten. Alle Löcher müssen entgratet werden, um die Verletzungsgefahr zu mindern.
Die Reihe mit den 6,4mm Löchern senke ich anschließend mit dem 90° Senker, so dass der obere Durchmesser 12,4mm groß wird. Dafür stelle ich eine sehr geringe Drehzahl an der Bohrmaschine ein. Auch die Gewindekernlöcher senke ich ein wenig von beiden Seiten an.
Danach senke ich die Löcher für die Innensechskantschrauben mit dem Zapfensenker 5,3mm tief. Dabei muss ich mehr Druck ausüben, da die Schneiden des Bohrers waagerecht auf das Werkstück treffen. Ich achte auf eine gute Kühlung, da der Zapfensenker sonst schnell überhitzt.
Der nächste Arbeitsschritt ist das Schneiden des M8 Gewindes. Ich benutze dafür einen Gewindebohrersatz M8 und das Windeisen. Die erste Stufe des Satzes setze ich senkrecht auf das Bohrloch auf und drehe es mit dem Windeisen vorsichtig in das Werkstück hinein. Hierbei muss das Loch immer gut mit Schmieröl gefettet werden. Wiederholt prüfe ich mit dem Stahlwinkel, ob der Bohrer noch senkrecht steht. Ab und zu drehe ich den Bohrer ein Stück zurück, um den Grat zu brechen. Sobald der Bohrer nicht mehr schneidet, drehe ich ihn links herum aus dem Bohrloch heraus. Entsprechend verfahre ich mit der zweiten und der dritten Stufe.
Zuletzt reibe ich die Passlöcher mit der Reibahle 8H7 aus. Genau wie den Gewindebohrer setze ich die Reibahle auf das Loch auf und drehe sie mit dem Windeisen. Die Reibahle muss gut geölt sein, damit sie nicht stockend dreht und Macken in das Werkstück schlägt. Sobald die Reibahle durch das Bohrloch passt, prüfe ich mit dem Lehrdorn 8 H7, ob das Loch den richtigen Durchmesser hat. Wenn der Dorn sich in das Loch einführen lässt, ist es groß genug. Wenn allerdings die rote Seite des Dorns in das Loch passt, dann ist es bereits zu groß.
Abschließend entgrate ich noch die Bohrungen und entferne mit einer Feile und der Druckluftpistole lockere Späne und Ölrückstände.

Technische Zeichnung (anklicken für höhere Auflösung):

Bohrplatte

Bohrplatte

Übersicht über die ganze Woche (Excel Format):
Wochenbericht 6