Bericht über Woche 8 (Drehen eines Ausgleichgewichtes)

 

Woche vom 08.09.2008 bis 12.09.2008

Drehen eines Ausgleichgewichtes

In der achten Woche soll das Ausgleichgewicht für die Waage gedreht werden. Ich benutze dafür ein Stück 12mm 9 S 20 K Werkzeugstahl.
Das Werkstück soll nur 10mm lang werden, aber ich muss ein längeres Stück von dem Rundstahl benutzen, damit ich es in die Drehbank einspannen kann.

Zuerst drehe ich die Stirnseite des abgesägten Stückes plan. Hierzu fahre ich mit dem Drehstahl an das sich drehende Werkstück heran, bis Späne abgenommen werden. Ich stelle nun die Skala für die Längsbewegung auf 0 und bewege den Drehstahl parallel zur Stirnseite nach außen, bis er das Werkstück nicht mehr berührt. Jetzt Schiebe ich den Drehstahl 0,5mm neben das Werkstück und lasse es mit dem automatischen Vorschub plandrehen.
Ich wechsele den Drehstahl, um gemäß der technischen Zeichnung den Einstich drehen zu können. Das Werkzeug ist 3mm breit, ich muss es also, nachdem es die plangedrehte Stirnseite berührt hat, noch 10mm weiter bewegen, damit der unbearbeitete Teil 7mm breit bleibt. Den Einstich drehe ich ein wenig breiter, damit das Rändelwerkzeug später hinter dem Werkstück frei drehen kann.
Als nächstes benutze ich die beiden Fasenwerkzeuge, um die linke und rechte Fase drehen zu können. Ich achte dabei darauf, bei der linken Fase den Einstich nicht weiter zu vertiefen, sondern nur Material von der Kante abzunehmen. Das Maß für die 1mm Fase stelle ich an der Feineinstellung für Längsbewegung an der Drehbank ein. Zum Fasen muss ich eine geringere Drehzahl einstellen, da es sich bei dem Fasenwerkzeug um einen Formstahl handelt. Ich wähle die Einstellung V4, die einer Drehzahl von etwa 96 Umdrehungen pro Minute entspricht.
Nun baue ich das Rändelwerkzeug (Rändel RGE 08 nach DIN 82) in die Drehbank ein. Ich führe das Werkzeug an die Kante des sich drehenden Werkstückes, bis auch das untere Rad fasst. Dann fahre ich das Werkzeug mit der Kurbel für Querbewegung noch 0,5mm weiter vor und schalte den automatischen Vorschub ein, bis die gewünschten 7mm rerändelt sind.
Anschließend baue ich einen 4,2mm Bohrer in das Bohrfutter auf dem Schlitten der Drehbank ein. Dieses Maß entnehme ich einer Tabelle für Kernlochdurchmesser für Gewinde in der Spalte für M5 Gewinde.
Beim Bohren achte ich erneut darauf, die richtige Drehzahl zu wählen, nämlich 1600 Umdrehungen pro Minute, was der Einstellung W4 an der Drehbank entspricht.
Nachdem ich das Kernloch gebohrt habe, steche ich das Werkstück von dem Überstehenden Teil des Stahls ab und spanne es im Schraubstock ein. Ich entgrate es mit dem Handentgrater im Bereich der Bohrung.
Im letzten Arbeitsschritt schneide ich das M5 Gewinde in das Ausgleichgewicht. Hierbei benutze ich ein M5 Gewindebohrerset und arbeite nacheinander mit dem Vorschneider, dem Bohrer für die zweite Stufe und dem Fertigschneider. Beim Herausdrehen des Gewindebohrers achte ich darauf, das Gewinde nicht zu beschädigen. Die ganze Zeit wende ich reichlich Schmieröl an, um das Schneides des Gewindes zu vereinfachen und ein Verkanten des Bohrers zu verhindern.

Technische Zeichnung (anklicken für höhere Auflösung):

Gedrehtes Ausgleichgewicht

Gedrehtes Ausgleichgewicht

Übersicht über die ganze Woche (Excel Format):
Wochenbericht 8